Einleitung

Historisch waren Schlosser zumindest in den Anfängen der spezialisierten Metallbearbeitung diejenigen, die sich vor allem mit der technischen Sicherung von Eigentum beschäftigt haben. Und zwar durch die Konstruktion, die Anfertigung und die Installation von Schlössern und Beschlägen, Scharnieren, Riegeln und ähnlichen metallenen Schließeinrichtungen, durch Gitter, Zäune und eiserne Tore.

Insbesondere Ende des 19. Jahrhunderts und in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts wuchsen mit den kreativen Höhenflügen der Architekten auch die Anforderungen seitens der Bauwirtschaft an die Branche der Metallbearbeiter. Es entstanden nicht nur faszinierende Konstruktionen wie der Eiffelturm in der französischen Hauptstadt. Metall wurde zum alltäglichen Baumaterial und es kristallisierte sich der spezialisierte Berufszweig des Bauschlossers heraus.

Schlosser in der Stadt und Schmiede auf dem Lande

Treppen, Geländer und Brüstungen waren fortan ebenso gefragt, wie metallene Zierelemente oder Verkleidungen. Während der Bauschlosser, manchmal auch Stadtschlosser genannt, vor allem in urbanen Gebieten seinem Handwerk nachging, übernahmen diese Rolle in den ländlichen Gegenden die Schmiedemeister als wahre Allrounder. Oftmals sogar mit der zusätzlichen Qualifikation als Hufschmied auch zuständig für das Beschlagen der Ackerpferde.

Bauschlosser sind auch heute noch die Experten für alle metallenen Bauteile und -elemente im Wohn-, Industrie- und Gesellschaftsbau. Eine Trennung zwischen städtischen und ländlichen Gegenden gibt es allerdings faktisch nicht mehr. Dafür unterlag der Beruf des Bauschlossers in den vergangenen Jahrzehnten vor allem aufgrund der rapide fortschreitenden technischen Entwicklung einer deutlichen inhaltlichen und deshalb im Jahr 1989 auch einer namentlichen Veränderung.

Bauschlosserei im Namen zur Information der Kunden

Seither ist die offizielle Berufsbezeichnung für Schlosser die des Metallbauers, wobei von den ursprünglich fünf mittlerweile noch drei Fachrichtungen übrig geblieben sind:

  • Konstruktionstechnik
  • Metallgestaltung
  • Nutzfahrzeugbau

Die ehemalige Berufsbezeichnung Bauschlosser ist also in der Fachrichtung Konstruktionstechnik aufgegangen. Nichtsdestotrotz bieten viele Fachbetriebe ihre Dienstleistungen nach wie vor unter Unternehmensbezeichnungen an, die das Wort Bauschlosserei beinhalten. Das tun sie, um ihren Kunden eindeutig mitzuteilen, wo ihre Spezialisierung liegt. Denn bislang zumindest ist die offizielle Berufsbezeichnung noch immer vielen potenziellen Auftraggebern schlichtweg unbekannt. Manchmal firmieren Bauschlossereien auch als Kunstschmiede (Metallgestaltung), vor allem wenn sie sich der mehr ästhetisch orientierten Anfertigung metallener Element für Haus, Hof und Garten widmen.

Bauschlosser, beziehungsweise Metallbauer für Konstruktionstechnik, stellen jegliche Stahl- und Metallbaukonstruktionen rund um den Bau her, montieren sie vor Ort und halten sie instand. Heute jedoch nur noch in den seltensten Fällen mit traditionellem Werkzeug, sondern vielfach mit modernsten computergesteuerten Maschinen und Hilfsmitteln.

Bauschlossereien sind Handwerksbetriebe

Bei den meisten dieser Firmen handelt es sich um Handwerksbetriebe mit Tradition und Erfahrung. Allerdings haben einige mittelständische Unternehmen in dem Bereich inzwischen durchaus eine beachtliche Größe erreicht und sich auf die industrielle Fertigung metallener Bauelemente bzw. im Stahlhochbau auf Großprojekte wie Stahlkonstruktionen für Brücken, Werks- oder ähnliche Hallen und Bürogebäude spezialisiert.

Die Großen wie die Kleinen aber zeichnet aus, dass sie Unikate liefern: Immer exakt den speziellen Wünschen des Abnehmers entsprechend, millimetergenau gefertigt, akribisch montiert und perfekt in Optik und Funktion.

Zu den üblichen Auftraggebern für Bauschlossereien gehören

  • Privatkunden (auch für Kleinprojekte)
  • Architekten und Bauherren
  • Unternehmen
  • Einrichtungen der Öffentliche Hand



(c) by Päffgen GmbH bzw. deren Autoren 2009, www.bauschlosser.de

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